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Xynthia schießt (Eigen-) Tor des Jahres 2010

März 05, 2010 By: Michel Category: Sport

Der Wind kippt nicht nur Tore um, sondern schießt sie auch. Eine ungewöhnliche Torschützin versenkte den Ball im Tor. Die Schützin war der Wind. Und der hieß Xynthia. Xynthia ist bekannt durch den Wetterbericht und die Schadensmeldungen im Fernsehen.

Im Kreisliga-Spiel TSV Wimsheim gegen TSV Grunbach schoß das Sturmtief das erste Tor des Spieles, das außerdem noch ein Eigentor war. Der Torwart schlug den Ball ab und Xynthia schlug ihn zurück und flog direkt ins Tor. Der Schiedsrichter gab das Tor.

Kurz vor Ostern: Erde eiert noch mehr

März 03, 2010 By: Michel Category: Erwähnenswertes

Der SPIEGEL sagt, die NASA sagt, die Erde eiert. Nach dem Erdbeben in Chile soll sich die Erdachse um acht Zentimeter verschoben haben. Geologen würden vor den Folgen warnen. Soweit die Nachricht, die nicht neu ist. Natürlich kann es sein, dass ein paar Zentimeter dazu gekommen sind, aber „Bild“ brachte es schon vor ungefähr sechs Jahren und u.a. in diesem Blog wurde über die kippende Erdachse berichtet.

Noch ein paar Monate vorher, im Februar 2004 berichtete wissenschaft.de über die Auswirkungen auf die Temperatur im Zusammenhang mit der Erdachse. Und jetzt, sechs Jahre später wird das Thema wieder warmgemacht. Gut, dass die Presse gerne wiederkäut. Sonst würden wir solche Themen viel zu schnell wieder vergessen. Obwohl unsere Tage jetzt kürzer werden.

Die gesamte Journaille ist bemüht, das Phänomen der kippenden Erdachse anschaulich zu erklären. Besonders lobenswert sind allerdings die erfolgreichen Anstrengungen von Stupidedia.

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“Bild” hilft tatsächlich!

März 01, 2010 By: Michel Category: Erwähnenswertes

Jetzt, wo kein Frost mehr im Boden ist, zünde ich hin und wieder meinen Kaminofen an und die Heizung bleibt aus. Blöd nur, wenn man absolut kein Papier zum Anzünden hat. Da fiel mir ein, dass ich meinen Briefkasten noch nicht geleert hatte. Wieder jede Menge Werbung und die “Blöd am Sonntag” als Werbeexemplar. Könnte ich ja bestellen und so. Mach ich aber bestimmt nicht. Allerdings stimmt es, dass mir die Zeitung geholfen hat. Sie eignet sich hervorragend zum Anzünden, brennt herrlich und bald hatte ich alles schön warm!

Käßmann zurückgetreten. Die Hetze zeigt Wirkung

Februar 24, 2010 By: Michel Category: Deutschland

Was hier in der Dreckschleuder steht – dem ist nichts hinzuzufügen.

Neulich im Supermarkt

Februar 24, 2010 By: Michel Category: Auch das noch...

Immer nur Zoff in der Koalition: Von der Leyen kritisiert Westerwelle

Februar 24, 2010 By: Michel Category: Deutschland

Hamburg (ots) – Arbeits- und Sozialministerin Ursula von der Leyen hat FDP-Chef Guido Westerwelle und die von ihm geführte Hartz IV-Debatte kritisiert. “Wir können nicht alle Langzeitarbeitslosen über einen Kamm scheren, und es nützt auch nichts, diese Menschen zu beschimpfen. Sie sind da. Und sie  haben einen Anspruch darauf, dass dieses Land sie nicht beiseite schiebt”, sagte die CDU-Politikerin in der neuen, am Donnerstag erscheinenden Ausgabe des Hamburger Magazins stern. Westerwelles Tonfall bezeichnete sie als “sehr polarisierend”. Das fördere nicht gerade eine konstruktive Diskussion.

Von der Leyen wandte sich gegen die Forderung des Vizekanzlers, die Sanktionen gegen Hartz IV-Empfänger zu verschärfen. “Im Gesetz steht heute schon ganz klar drin, wann Sanktionen ausgesprochen werden können”, so die Ministerin im stern. Sie sei dafür, diese Sanktionen “überall gleich konsequent” anzuwenden. “Bei der Umsetzung können wir sicher noch besser werden.”

Wer Leistungen von der Gemeinschaft erhalte, müsse grundsätzlich auch harte und mühsame Aufgaben annehmen. “Zu einer ernsthaften Diskussion gehört aber auch dazu, nicht immer den einfachsten Reflex auszulösen”, sagte von der Leyen. “Für einen 25-jährigen Arbeitslosen bringt es nichts, von einer Aktion zur nächsten geschickt zu werden. Er braucht vor allem die Perspektive auf einen ordentlichen Job.” Westerwelle hatte vorgeschlagen, junge Langzeitarbeitslose zum Schneeschippen einzusetzen.

Die Arbeitsministerin forderte eine bessere und schnellere Betreuung der Arbeitslosen. “Jeder, der das Job-Center betritt, muss innerhalb weniger Tage ein Arbeitsangebot oder eine Weiterbildung erhalten”, sagte von der Leyen in dem  stern-Interview. “Die Angebote müssen Schlag auf Schlag kommen. Tempo, Tempo, Tempo. Heute meldest du dich arbeitslos – und morgen hast du was zu tun.” Man könne von den Arbeitslosen nur dann etwas fordern, wenn man ihnen auch die besten Dienstleistungen anbiete. “Erst dann kann man die Spreu vom Weizen trennen und klären: Wer will wirklich arbeiten? Wer strengt sich an, aus seiner Misere herauszukommen? Und wer ist eigentlich nur Trittbrettfahrer.” Die Arbeitsministerin sagte: “Ich bin keine Schmuseministerin. Ich will, dass wir in den Job-Centern die Betroffenen in Bewegung halten.”

Von der Leyen kritisierte, in der Vergangenheit sei in der Debatte über Hartz IV “vor allem mit Ängsten und Drohungen” hantiert worden. Sie wolle das ändern. “Die Grundhaltung muss sein: Jeder kann etwas, jeder wird gebraucht.” Sie wolle nicht, dass “wir Menschen in die Ecke drängen, die ohnehin nicht mehr ein noch aus wissen”.

Wird durch die Kopfpauschale alles besser?

Februar 24, 2010 By: Michel Category: Deutschland

Dass nicht alle Politiker einer Meinung sind, ist hinlänglich bekannt. Wenn es aber innerhalb einer Partei oder Koalition komplett unterschiedliche Meinungen gibt, freut das nicht nur den politischen Gegner. Es ist nicht unbedingt Schadenfreude, die den Bürger überkommt, wenn er das Hickhack innerhalb der Regierungskoalition beobachtet. Manche finden es nicht einmal amüsant, sondern extrem nervig, weil die von uns bezahlten Politiker sich einfach nicht einig werden, wie die Gesundheitsreform eigentlich reformiert werden soll.

Während die CDU gerne die so genannte Kopfpauschale einführen will, verspricht CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt der Deutschen Presse-Agentur dpa in Berlin, „dass in dieser Legislaturperiode keine Kopfpauschale kommen könne“. Der Bundesgesundheitsminister Rösler kommt ja von der FDP. Die wollen das sowieso. Heute, am 24.2.2010 will das Kabinett die Reform der Reform auf den Weg bringen. Aber ohne die CSU. Ich bin gespannt, ob die CSU einknickt.

Ein Ziel der Umstellung auf die Kopfpauschale ist die Abkoppelung der Sozialbeiträge von den Lohnnebenkosten. Mit anderen Worten: Wenn die Beiträge des Arbeitnehmers zur Krankenversicherung steigen, sollen nicht auch automatisch die Lohnnebenkosten des Arbeitgebers steigen.

Die Opposition sieht die Kopfpauschale als unsozial an, weil ein Einkommensschwacher genauso viel Beitrag bezahlen müsste, wie ein Spitzenverdiener.

Die Befürworter stellen für diesen Fall Steuererleichterungen in Aussicht. Da stelle ich mir jetzt mal eine vierköpfige Familie mit zwei Kindern vor, wo der Vater 18.000 Euro brutto im Jahr nach Hause bringt. Der zahlt nämlich gar keine Steuern. Wie soll der eigentlich etwas absetzen? Da steht auf der anderen Seite der Geschäftsführer, der über 70.000 Euro brutto verdient, ebenfalls verheiratet und zwei Kinder hat. Er wird genauso viel bezahlen.

Bei der Kopfpauschale will die Regierung das Solidarprinzip des Gesundheitssystems auf den Kopf stellen. Vermutlich hat die Kopfpauschale ihren Namen daher. Sie will langfristig weg von der GKV.

Wird durch die Kopfpauschale alles besser?

(Nur) vor dem Gesetz sind alle gleich

Februar 23, 2010 By: Michel Category: Auch das noch...

Selbstverständlich waren die Buchstaben der Blöd-Zeitung besonders groß, als gemeldet wurde, dass die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) mit Alkohol am Steuer erwischt worden ist. Die Bischöfin hatte eine rote Ampel überfahren und angeblich 1,54 Promille Alkohol im Blut.

Mit Bischöfinnen wird genauso umgegangen, wie mit anderen Alkoholsündern. Und mit unsympathischen genauso, wie mit sympathischen Leuten. Vor dem Gesetz sollten alle gleich sein. Meistens ist das ja auch so. In der Öffentlichkeit ist das allerdings anders. Wenn ich daran denke, wie viel Häme, Spott und Schadenfreude Frau Käßmann zusätzlich zur Strafverfolgung durch die Behörden ertragen muss, dann habe ich Mitleid mit ihr. Nicht wegen den „normalen“ Konsequenzen einer Trunkenheitsfahrt, sondern wegen der öffentlichen Zur-Schau-Stellung eines Menschen. Und wenn sie das alles überstanden hat, dann kommen die Selbstvorwürfe.

Der heilige Wagner von der Blöd-Zeitung wird wieder ein gefundenes Fressen haben.

Endlich Petition für Rücktritt Westerwelles

Februar 18, 2010 By: Michel Category: Auch das noch...

Der nach wirklichgutes.de wichtigste Blog im Internet, unrast wild.cat, meldet, eine Petition zum Rücktritt von Dr. Guido Westerwelle verfasst zu haben.

wirklichgutes.de unterstützt ausdrücklich diese Petition und die Bemühungen, Westerwelle abzusetzen. Allerdings geben wir zu bedenken, dass die Absetzung unter Umständen nicht ausreicht. Deshalb schlagen wir vor, ihn dort unterzubringen, wo er keinen Schaden mehr anrichten kann. Zum Beispiel auf Guantanamo.

Darf sowas Vizekanzler sein?

Februar 17, 2010 By: Michel Category: Deutschland

Da war ich wohl nicht aufmerksam genug. Bei all dem Geschwafel, das Westerwelle, Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland, am politischen Aschermittwoch von sich gab, war mir dann doch ein Satz entgangen. Als ich diesen Satz dann in der Tagesschau hörte, konnte ich wieder einmal nur noch den Kopf schütteln. Mir wurde speiübel. Meine Güte, hat denn dieser Typ überhaupt keinen Verstand?

Wörtlich sagte Westerwelle:

Es muss in Deutschland auch noch einige geben, die den Karren ziehen.

Erklärungsversuche. Westerwelle gehört zu der Sorte Mensch, die gerne eine Minderheit  zum Kennzeichen der ganzen Sache machen. So ist er denn wohl Meinung, dass alle Hartz IV-Empfänger arbeitsfaul sind. Genauso könnte man sagen, alle Motorradfahrer sind Rocker. Alle Behinderten sind doof. Alle Türken stinken nach Knoblauch. Alle Deutschen fressen Krautsalat und tragen Lederhosen. Alle Homos sind Tunten. Verallgemeinern ist Westerwelles Ding. Differenzieren nicht.

Irgendwie hat Westerwelle vergessen, dass es der weitaus größte Teil der deutschen Bevölkerung ist, der den Karren zieht. Wenn man hier verallgemeinert, kann man auch sagen, dass alle den Karren ziehen. Ein kleiner Teil baut diesen Karren, aber was nutzt der, wenn ihn keiner zieht? Die ganzen Leistungsträger in unserer Gesellschaft, denen wir, das Durchschnittsvolk, dankbar sind, dass wir arbeiten dürfen, wären ohne die Karrenzieher nichts. Wenn es uns Karrenzieher nicht gäbe, würde der Karren nur da liegen. Keiner würde ihn ziehen und der Karren würde nichts nutzen. Für Herrn Westerwelle übersetzt: Produzierte Waren und Dienstleistungen müssen erst einmal produziert werden. Von den Karrenziehern. Dann muss er verkauft werden. Von den Karrenziehern. Dann muss er bezahlt werden. Von den Karrenziehern. Und die bekommen das Geld dazu von denen, die den Karren haben. Ohne das gemeine Volk gäbe es keine Wirtschaft. Meine Güte, Westerwelle, kapieren Sie eigentlich gar nichts? Volkswirtschaftlehre 1. Semester.

Es ist richtig, dass einige Wenige unsere Sozialleistungen missbrauchen. Und nicht alle Türken stinken nach Knoblauch. Nicht alle Deutsche fressen Krautsalat und nicht alle Motorradfahrer sind Rocker.  Aber alle Vizekanzler Deutschlands haben es sich verdient, selber einmal Hartz IV-Empfänger zu sein. Zu merken, wie toll es ist, sich so einen derartigen Schwachsinn von demjenigen anhören zu müssen, der von denen bezahlt wird, die den Karren ziehen.

Westerwelle ist für Deutschland eine Blamage. Untragbar. Darf sowas Vizekanzler sein? Ein Affe darf es doch auch nicht.