Archive for the ‘Erwähnenswertes’
Tricks mit dem Monitor
Manchmal sind es ganz winzige Tricks, die einem am PC das Leben erleichtern. Heute habe ich wieder jemanden gesehen, der an einem Windows-PC den “Trick” mit der Zoomfunktion nicht kannte. Und es werden bestimmt noch andere Menschen diesen Trick nicht kennen. Und jetzt:
Strg-Taste festhalten und Mausrad rollen.
In vielen Programmfenstern oder Internet-Browsern können Sie somit stufenlos den Fensterinhalt vergrößern oder verkleinern (zoomen). Jetzt wissen Sie es auch. Wie war´s?
Kirchenaustritte werden mehr
Die Südwest Presse schreibt in ihrer Online-Ausgabe mit der Überschrift “Deutlich mehr Kirchenaustritte”:
Wegen des Missbrauchsskandals hat sich die Zahl der Austritte aus der katholischen Kirche in Baden-Württemberg sprunghaft erhöht. Das Bistum Freiburg verlor im März 2711 Mitglieder, aus dem Bistum Rottenburg-Stuttgart traten 2676 Menschen aus. Zum Vergleich: Im März 2009 verzeichnete die Diözese Freiburg 1058 Austritte.
Der Rottenburger Bistumssprecher Thomas Broch sprach von einer dramatischen Situation. Christian Weisner von der Kirchenvolksbewegung “Wir sind Kirche” interpretierte die Austrittswelle als Ausdruck fundamentaler Enttäuschung über die Kirchenführung. Innerlich hätten sich schon viele von der Kirche verabschiedet.
Die Situation ist ähnlich wie bei der FDP. Nur das der Missbrauchsskandal alles andere als lustig ist.
Kurz vor Ostern: Erde eiert noch mehr
Der SPIEGEL sagt, die NASA sagt, die Erde eiert. Nach dem Erdbeben in Chile soll sich die Erdachse um acht Zentimeter verschoben haben. Geologen würden vor den Folgen warnen. Soweit die Nachricht, die nicht neu ist. Natürlich kann es sein, dass ein paar Zentimeter dazu gekommen sind, aber „Bild“ brachte es schon vor ungefähr sechs Jahren und u.a. in diesem Blog wurde über die kippende Erdachse berichtet.
Noch ein paar Monate vorher, im Februar 2004 berichtete wissenschaft.de über die Auswirkungen auf die Temperatur im Zusammenhang mit der Erdachse. Und jetzt, sechs Jahre später wird das Thema wieder warmgemacht. Gut, dass die Presse gerne wiederkäut. Sonst würden wir solche Themen viel zu schnell wieder vergessen. Obwohl unsere Tage jetzt kürzer werden.
Die gesamte Journaille ist bemüht, das Phänomen der kippenden Erdachse anschaulich zu erklären. Besonders lobenswert sind allerdings die erfolgreichen Anstrengungen von Stupidedia.
“Bild” hilft tatsächlich!
Jetzt, wo kein Frost mehr im Boden ist, zünde ich hin und wieder meinen Kaminofen an und die Heizung bleibt aus. Blöd nur, wenn man absolut kein Papier zum Anzünden hat. Da fiel mir ein, dass ich meinen Briefkasten noch nicht geleert hatte. Wieder jede Menge Werbung und die “Blöd am Sonntag” als Werbeexemplar. Könnte ich ja bestellen und so. Mach ich aber bestimmt nicht. Allerdings stimmt es, dass mir die Zeitung geholfen hat. Sie eignet sich hervorragend zum Anzünden, brennt herrlich und bald hatte ich alles schön warm!
LCD-Monitor oder LCD-Fernseher reinigen
Wer kennt das nicht? Der LCD-Bildschirm des Computers ist voller Fingerabdrücke. Von Fingern, die vorher noch in der Margarine waren oder von fetthaltiger Handcreme eingecremt wurden. Am Monitor oder am LCD-Fernsehgerät sind nun Spuren davon zu sehen. Aber wie kann man sie wieder beseitigen?
Auf jeden Fall benötigt man irgendetwas, was man auf die Oberfläche aufträgt und etwas, womit man es aufträgt. Ganz falsch sind scharfe oder auch mildere Reiniger wie Fensterreiniger aus der Sprühflasche und generell alles, was mehr als nur Wasser enthält. Ebenso falsch sind, bei der Frage womit man es aufträgt, Papiertücher oder Stoffe mit harten Fasern.
Das wirksamste und gleichzeitig schonenste Mittel ist – durch einen Selbstversuch bestätigt – einfaches, lauwarmes Wasser. Ein T-Shirt oder ein weicher Lappen aus reiner Baumwolle eignet sich hervorragend zum Auftragen. Aber Achtung! Als erstes das Gerät ausschalten, ansonsten ist die statische Aufladung zu stark. Einfach etwas lauwarmes Wasser auf den Lappen – nur befeuchten, nicht durchnässen – und den Monitor mit möglichst wenig Druck mit kreisender Bewegung abwischen. Anschließend mit einem ebenso weichen Tuch – T-Shirts eigenen sich dafür hervorragend – mit der gleichen Bewegung und wenig Druck trockenreiben. Fertig! Ihr Monitor- oder Fernsehbild ist wie neu.
Wenn es doch stimmt, was man sagt:
“Pisser” ist nicht immer eine Beleidigung
Da wurde am 18.11.2009 im westfälischen Ahlen ein 13-jähriger Jugendlicher von vier(!) Jugendlichen niedergeschlagen. Walter Petker aus Sendenhorst bewies Zivilcourage und ging dazwischen. Zuletzt packte er einen der Angreifer am Kragen und fragte ihn, ob er genug Mumm hätte, sich zu entschuldigen, oder ob er nur “ein kleiner Pisser” sei.
Die Entschuldigung kam. Eine Anzeige auch. Die Eltern des Schlägers erstatteten Anzeige wegen Beleidigung und die Staatsanwaltschaft Münster verhängte eine Geldbuße von 200,- Euro.
Nachdem das öffentliche Interesse groß wurde und das Bußgeld zum Aufreger des Jahres zu werden drohte, ruderte die Staatsanwaltschaft zurück. Oberstaatsanwalt Wolfgang Schweer begründete diese Entscheidung gegenüber den “Westfälischen Nachrichten”. “Die Entscheidung war so völlig fehl am Platz”.
Über die Wortwahl des couragierten Sendenhorsters kann man allenfalls die Schultern zucken. Vielleicht hätte es ja auch “Du asozialer Feigling” getan. Was die Eltern des Schlägers, also die Erstatter der Beleidigungsanzeige, für eine Bezeichnung verdienen, da fallen einem viele zutreffende Titulierungen ein. Wie wäre es mit “Riesenarschlöcher”? Aber das würde natürlich niemand sagen. Schließlich könnte die Staatsanwaltschaft sich wieder genötigt fühlen, einer Beleidigungsanzeige nachzugehen.
Übernachten Sie doch in Düsseldorf
Köln will ja demnächst die Kurtaxe einführen. Na und? Ich kann auch in Düsseldorf übernachten. Ist sowieso viel geiler in Düsseldorf. Düsseldorf hat zum Beispiel die Toten Hosen. In Düsseldorf ist sowieso alles stabiler. Da fallen keine Häuser zusammen. Über das komische Bier der Domstädter müssen wir ja gar nicht erst reden.
Gut, die Kölner haben den Dom. Den haben die Düsseldorfer nicht. Aber wenn man sich den angeguckt hat, kann man ja wieder nach Düsseldorf fahren und da übernachten. Der weitaus größere Flughafen ist übrigens auch in Düsseldorf beheimatet. Da hat man es auch vom Düsseldorfer Hotel nicht so weit.
Beide Städte haben den Rhein. Aber in Düsseldorf ist er viel schöner. Und überhaupt: Düsseldorf hat Fortuna Düsseldorf. Den geilsten Fußballverein der Welt (Außer Preußen Münster natürlich)!
Dear tourists in Germany, if you like to safe your money, spend your night in an hotel in Düsseldorf, not in Cologne. Düsseldorf is a beauty spot.
Warnung vor giftiger Petersilie und giftigem Paprika- und Currygewürz
Die Pestizidbelastung von getrockneten Kräutern und Gewürzen hat sich nach Untersuchungen von Greenpeace zum Vorjahr nicht gebessert: Mehr als ein Viertel der 37 Proben aus konventionellem Anbau musste Greenpeace als “nicht empfehlenswert” (rot-Wertung) einstufen. Besonders stark belastet sind Paprika- und Currypulver sowie getrocknete Petersilie. So wird in getrockneter Petersilie der Marke TiP, einer Eigenmarke von Metro, die gesetzlich festgelegte Höchstmenge überschritten. Die Probe stammt von Real, einer Supermarktkette der Metro-Handelsgruppe, in Hamburg. Greenpeace hat Strafanzeige gegen Metro erstattet. Frische Kräuter sind im Vergleich zu 2008 nur noch gering belastet.
“Mit einer Prise Paprika oder Curry, wie sie auf der Currywurst landet, streut man sich einen Giftcocktail von bis zu 20 verschiedenen, teilweise krebserregenden Chemikalien aufs Essen”, sagt Manfred Santen, Chemieexperte von Greenpeace. Darunter befinden sich gesundheitsgefährdende Wirkstoffe wie das als Nervengift wirkende Chlorpyrifos-Ethyl (Wirkung: Hemmstoff der Cholinesterase) und das die Fortpflanzung beeinträchtigende Carbendazim. Selbst das in der EU verbotene Pestizid DDT (Dichlordiphenyltrichlorethan) wurde in einer Curry-Probe nachgewiesen.
Betrachtet man nur Paprikapulver, so ist die Hälfte der Proben mit rot zu bewerten (“nicht empfehlenswert”). 2008 waren es 30 Prozent. Von getrockneter Petersilie musste ebenfalls die Hälfte der Proben mit rot bewertet werden. Im Vorjahr waren es sogar 67 Prozent. Mehr als 60 Prozent der frischen Petersilie enthält hingegen keine Pestizide. 2008 gab es keine frische Petersilie ohne Pestizidnachweis. Seit 2007 beobachtet Greenpeace einen Trend hin zu geringeren Rückständen bei Obst und Gemüse – ein Erfolg der Greenpeace-Kampagne “Stoppt Gift im Essen”. Auf getrocknete Kräuter und Gewürze trifft diese Entwicklung noch nicht zu. “Greifen Sie lieber zu Bioprodukten”, sagt Santen. “Bei allen bisherigen Tests weisen sie keine oder nur äußerst geringe Pestizidrückstände auf. Sie sind daher die beste Empfehlung für gesundes Essen.”
Greenpeace hat bei dem Test einen schweren Mangel im Verbraucherschutz aufgedeckt: Belastungen bei Gewürzmischungen wie Currypulver sind ähnlich hoch wie bei Gewürzen, jedoch gibt es hierfür keine Grenzwerte. Nach einer Einstufung für Gewürze müsste eine Probe Currypulver von Galeria Kaufhof (Metro-Gruppe) mit rot bewertet werden. Greenpeace fordert von der EU-Kommission und von Verbraucherministerin Aigner, umgehend gesetzlich bindende Grenzwerte für Pestizide in Gewürzmischungen einzuführen.
Insgesamt wurden 44 Proben Petersilie, Schnittlauch, Curry- und Paprikapulver, davon sieben aus biologischem Anbau, Anfang September 2009 gekauft. Sie stammen aus Filialen der sechs führenden deutschen Supermarktketten und einem Biosupermarkt in Berlin, Hamburg, Köln, München und bei Frankfurt am Main. (Pressemitteilung Greenpeace vom 29.10.2009, Artikel veröffentlicht von: Sigrid Totz)
Ganzjahres- oder Winterreifen?
Zweimal im Jahr müssen bei unserem Auto die Reifen gewechselt werden. Im Frühjahr von Winter auf Sommer und im Herbst von Sommer auf Winter. Die Fahrt in die Werkstatt gehört nicht unbedingt zu meinen Lieblingsbeschäftigungen und vom Do-it-Yourself-Trip bin ich runter, seit ich im Frühjahr die Räder nur mit viel Kraft-, Zeit- und Nervenaufwand abbekommen habe.
Es ist ja nicht so, als wäre die Fahrt zur Werkstatt das einzig nervende an der Wechselaktion. Es ist die Warterei, das Hinbringen, das Abholen, die Lagerproblematik und natürlich auch die Kostenfrage, die so wenig Begeisterung aufkommen lässt. Unsere Nachbarin fährt deshalb ja auch Ganzjahresreifen. Das die zu ein klein wenig mehr Benzinverbrauch führen, interessiert sie nicht. Sie spare sich dafür schließlich die Kosten der vier Radwechsel -und das gleich zweimal im Jahr.
Das konnte ich nicht gelten lassen. Es konnte doch nicht sein, dass sie es sich so bequem machte und ich gleich wieder zur Werkstatt muss. Ich habe dann argumentiert, dass das Gummi bei Ganzjahresreifen weicher ist, als bei Sommerreifen, Ganzjahresreifen schneller verschleißen, zu einem höheren Bremsweg führen und im Allgemeinen nur bis zu einer Geschwindigkeit von 190 km/h zugelassen sind. Nun argumentierte sie, der höhere Verschleiß sei ihr egal, weil sie ja einen Satz Reifen spare zuzüglich den Kosten für die Radwechsel. Außerdem würde sie sowieso nicht so schnell fahren und schon gar nicht über 190 km/h. Ich konterte, wenn es einen “richtigen” Winter gäbe, wären die Ganzjahresreifen aber nicht optimal, worauf sie antwortete, im “richtigen” Winter würde sie das Auto sowieso stehen lassen.
Nach dieser Argumentationsschlacht stand es unentschieden. Allerdings will ich persönlich auf der Autobahn auch mal schneller fahren und im “richtigen” Sommer keine Angst haben, dass sich das Profil ablöst. Ich will einen kurzen Bremsweg, leise Reifen – zumindest im Sommer – und in der warmen Jahreszeit auch ein bisschen Sprit sparen. Dafür muss ich dann aber auch einen zweiten Satz Reifen plus Felgen kaufen und zweimal im Jahr zur Werkstatt. Die Ganzjahresreifen sind verlockend. Ich überlege es mir noch – schließlich sind die Winterräder noch gut. Bis die dann aufgefahren sind, ist unser altes Auto auch aufgefahren. Dann argumentiere ich wieder und wenn die Überlegung wieder ansteht, schaue ich zuerst mal in die Geldbörse…



