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Archive for the ‘Ausland’

Für einen Kuss in den Knast

April 05, 2010 By: Michel Category: Ausland

Im arabischen Emirate Dubai läuft einiges eben anders, als bei uns. Das hat jetzt auch ein britisches Ehepaar gemerkt. Die beiden Turteltauben hatten sich doch tatsächlich in einem Restaurant öffentlich geküsst. Das nennt man dort “Erregung öffentlichen Ärgernisses”. Und darauf steht ein Monat Knast.

Verschärfend kam noch hinzu, dass beide unter Alkoholeinfluss standen. Deshalb müssen beide auch noch 272 Dollar Strafe zahlen. (dpa)

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Congratulations, Mr President! No, we can´t!

Januar 21, 2009 By: Michel Category: Ausland

Die Amerikaner können etwas, was wir Deutschen nicht können – zumindest nicht in der Intensität: Jubeln.

So ähnlich konnte man am Morgen des 21. Januar 2009 Kommentare zur Amtseinführung Obamas im Radio hören. Dieser Kommentator hat allerdings den Fußball vergessen. Sobald es darum geht, ob wir Deutsche Fußball-Weltmeister werden, können wir auch jubeln und feiern. Und wie!

Neid statt Freude
Diesem Kommentator im Radio war der Neid anzuhören. Er konnte es überhaupt nicht verstehen, dass die Amerikaner so dermaßen aus dem Häuschen sind. Dabei ist es doch sehr einfach zu erklären. Zwei Amtszeiten litten sie unter dem dümmsten US-Präsidenten aller Zeiten. Es muss ihnen wie ein Joch vorgekommen sein. Dann die Befreiung über Nacht.

Toleranz
Plötzlich ist ein unglaublich charismatischer und sympathischer Mensch der mächtigste Mann der Welt. Er ist verhältnismäßig jung, wirkt sehr dynamisch, glaubwürdig und ist ein Schwarzer. Letzteres verschafft ihm einen Bekanntheitsbonus, denn er ist der erste schwarze Präsident im Weißen Haus.
Die Zeiten ändern sich. Change. Überall auf der Welt wird die Gesellschaft langsam, aber sicher offener. Sie toleriert homosexuelle Bürgermeister, weibliche Bundeskanzler und jetzt auch schwarze US-Präsidenten. Wunderbar!

Charisma kann man nicht kaufen
Der Moderator im Radio meinte wohl, dass wir Deutschen nichts zu feiern haben, weil wir keinen Politiker haben, der auch nur annähernd so charismatisch wäre, wie Obama. Auch hat Obama den Vertrauensvorschuss noch nicht aufgebraucht, so wie unsere Politiker.Zunächst einmal sind die Amerikaner hoch erfreut, dass Bush weg ist und sie – zumindest vorläufig – nicht vom Regen in die  Traufe gelangt sind. Vielleicht ist der grenzenlose Jubel in den USA – und ganz heimlich in Deutschland – ein großes Stück Erleichterung über Bushs Abgang, denn Bush hatte nicht eine der positiven Eigenschaften Obamas. Kein Charisma, keine Dynamik und leider viel zu wenig Intelligenz. Und das trifft leider auch auf fast alle Politiker in Deutschland (und der Welt) zu. Der mächtigste Mann der Welt ist wohl auch der charismatischste. Yes, he can. Alles, außer Tanzen.

No, we can´t!
Die Amerikaner und der Rest der Welt haben es acht Jahre lang schwer gehabt mit dem worst case eines Politikers. Völlig verständlich, dass im Moment jeder jubelt und ein bisschen Euphorie ist doch auch erlaubt – außer in Deutschland. Vielen Deutschen ist Euphorie fremd. Deshalb sind wir in der Welt auch eher als Spaßbremsen und Pessimisten bekannt, als Klugscheißer und Bürokraten, als Kleinkarierte und alles andere als weltoffen.
Wir Deutschen können nicht jubeln, außer bei Fußball und besoffen mit Hut auf dem Oktoberfest. Deshalb verstehen wir Deutschen auch nicht, dass die Amis so aus dem Häuschen sind. Wir Deutschen sind Schwarzwähler, Schwarzarbeiter und Schwarzseher. No, we cant´t!

SIE sind terrorverdächtig!

April 13, 2008 By: Michel Category: Ausland

Die ACLU ist die US-Bürgerrechtsvereinigung “American Civil Liberties Union”. Sie gab bekannt, dass die USA eine Liste mit rund 700.000 Terrorverdächtigen führt, Stand April 2007. Jeden Monat kommen etwa 20.000 hinzu, also enthält die Liste jetzt 980.000 Verdächtige.

Das dem 1.000.000 Verdächtigen ein Präsentkorb überreicht wird, ist reine Spekulation. Mathematisch ist allerdings eine andere Frage interessant: Wann ist die Liste so groß geworden, dass es übersichtlicher ist, eine “Whitelist” zu führen, also eine Liste mit Personen ohne Terrorverdacht?

Bin genervt, bin Laden!

März 20, 2008 By: Michel Category: Ausland

Herr bin Laden, Sie regen sich ja gerade wieder über die Mohammed-Karikaturen auf. Ehrlich gesagt, ich gönne Ihnen ein Magengeschwür und die Bild-Zeitung an den Hals. Okay, das Letzte nehme ich zurück!

Ich finde die Mohammed-Karikaturen auch nicht besonders toll. Meiner Meinung nach sollte sich die durch die Karikaturen ausgedrückte Kritik gegen die Gewaltbereitschaft einiger Isalmisten, nicht aber gegen den Propheten Mohammed richten. Eine Karikatur gegen die Personen, die aufgrund ihrer Interpretation der Glaubensfrage Gewalt ausüben, wäre weniger ungeschickt gewesen.

Die drei fundamentalen Unterschiede zwischen dem Islam und dem Christentum (in Europa) sind, dass uns die Meinungsfreiheit “heilig” ist. Insbesondere die Satire darf bei uns alles. Satire verhöhnt auch den katholischen Papst.

Der zweite Unterschied ist, dass in unserer Kultur Gewalt kein Mittel ist, unterschiedliche Meinungen auszutauschen. In unserer Kultur wird auf Beleidigungen nicht mit Mord geantwortet – wenn man einmal von Ausnahmen krimineller Einzeltäter absieht. Diese Ausnahmen werden in unserer Kultur durchaus als “krank” angesehen. Jeder, der sich in unserer Kultur nur mit Gewalt wehren kann und nicht den Dialog sucht, isoliert sich gesellschaftlich.

Der dritte Unterschied ist der Fanatismus im Zusammenhang mit dem Glauben. Niemals würde ein Katholik oder ein Protestant einen anderen töten, nur weil er eine andere Meinung, einen anderen oder gar keinen Glauben hat. Zeiten, in denen unsere Kirchen mit Gewalt Glaubensfragen beantworteten, sind erfreulicherweise schon sehr lange vorbei.

Wir in unserer Kultur können nicht verstehen, wie man zur Verteidigung des Glaubens im 21. Jahrhundert Kriege führen kann. Wir tolerieren andere Glaubensrichtungen, andere Meinungen, aber wir verabscheuen Gewalt. Gewalt erzeugt Gegengewalt.

Vermutlich sind die meisten der Meinung, dass die Mohammed-Karikaturen nur den weltlichen Gesetzen nicht entgegenstehen. Fingerspitzengefühl und Feingefühl sind allerdings keine in Gesetzen festgeschriebenen Tugenden.

Die britische Zeitung “Daily Mirror” veröffentlichte eine Titelseite mit dem Foto des Papstes und der Überschrift “Gottes Rottweiler”. Darüber konnte selbst der Papst lachen. Die deutsche Satire-Zeitung Titanic provozierte wesentlich heftiger, aber auch darüber kann der Großteil zumindest schmunzeln, andere herzhaft lachen. Wegen keiner der beiden Bilder hat es Tote gegeben.

Dass der Papst unfehlbar ist, glaubt er wahrscheinlich nicht einmal selber. Der Islamist mag uns als “ungläubig” bezeichnen. Aber selbst “Ungläubige” verhalten sich überwiegend “christlich”, in dem sie beispielsweise nicht töten, Minderheiten tolerieren oder Frauen und Männer als gleichwertig erachten.

Käme der Prophet Mohamed plötzlich und unangemeldet zu Ihnen, würde er vielleicht selbst erstmalig ganz kurz gewalttätig. Er würde Ihnen wahrscheinlich eine schallende Ohrfeige verpassen und fragen, ob Sie den Verstand verloren oder noch nie besessen hätten. Er würde sehr traurig sein, dass die fanatischen Islamisten seine Lehre derart falsch auslegen. Wir, die “Ungläubigen” wissen, dass der Islam nicht unbedingt ein Synonym für Gewalt ist. Allerdings sind es Leute wie Sie, die den Islam erst in Verruf bringen. “Glauben” Sie eigentlich allen Ernstes, im Sinne Ihres Propheten zu handeln? Einmal abgesehen davon, dass Sie endlos nerven – erreichen Sie mit dem Terror gar nichts. Das Gegenteil ist der Fall.

Bildnachweis: Daily Mirror, Titanic

Homosexualität gefährlicher als Terrorismus

März 17, 2008 By: Michel Category: Ausland

Die US-Politikerin Sally Kern (Republikaner) sagte, “… a worse threat to the US than terrorists or Islam …” Homosexuelle seien schlimmer als Terroristen oder Islamisten. Nachdem Frau Kern diese Aussage getätigt hatte, wurde sie mit tausenden von E-Mails bombardiert.

Fast fehlen einem die Worte bei solch einer eindimensionalen Denkensweise. Einen Fehler darf man jedoch nicht begehen: Man darf nicht von Frau Kern auf alle Amerikaner schließen. Schließlich gibt es im Land der Demokratie auch andere Begebenheiten. Wurde doch beispielsweise Gene Robinson Bischof in der Episkopalkirche der USA, obwohl er eine gleichgeschlechtliche, nichtzölibatäre Beziehung nicht vor den Kern´s des Landes versteckte.

Russische Wahl im Einklang mit Verfassung

März 03, 2008 By: Michel Category: Ausland

Sogenannte “Beobachter” sollen den Verdacht geäußert haben, bei der Wahl zum russischen Präsidenten soll es nicht mit rechten Dingen zugegangen sein. Wer nicht den richtigen gewählt hat, soll unter Druck gesetzt worden sein. Dieser These müssen wir leider widersprechen.

Selbst wenn es so gewesen sein sollte: Kaum jemand wurde gezwungen, Andrej Bogdanow zu wählen. Sonst hätte er ja wohl die Wahl gewonnen! Außerdem hat Putin gesagt, die Wahlen seien im vollen Einklang mit der Verfassung verlaufen. Und der muss es ja wohl wissen. Wieso glaubt eigentlich niemand den Russen? Schließlich trifft sich ja sogar Frau Merkel bald mit dem neuen Präsidenten. Und der sieht doch so zutraulich aus!

Clinton feuert Trainerin

Februar 11, 2008 By: Michel Category: Ausland

Die Trainerin des FC Clinton ist in Wirklichkeit Wahlkampfmanagerin. Was sie mit Trainern gemeinsam hat, ist die Sicherheit ihres Arbeitsplatzes. Wenn im Fußball die Mannschaft das Tor nicht mehr treffen kann, ist meistens der Trainer schuld. Wenn im Wahlkampf die Stimmen knapp werden, die Wahlkampfmanagerin. Nie liegt es am Spieler, immer am Trainer – manchmal vielleicht am Ball.

Im Fall Clinton liegt es ähnlich. Frau Clinton spaltet die Nation, steht Sie doch für konservative Kontinuität im Sinne von zentimeterdicker Staubschicht über der USA. Ihr Parteikollege Obama wird eher als Erneuerer, als “Renovator” angesehen. Die Amerikaner wissen, dass sie Erneuerung dringend benötigen. Sie wollen den frischen Wind. Sie wollen auch keine Familiendynastien mehr, so wie es bei Familie Bush war.

Als Frau Clinton zu Beginn des Wahlkampfes zum ersten mal so richtig geschockt war, dass sie viel weniger Stimmen als erwartet geholt hatte, drückte sie auf die Tränendrüse und – siehe da – schindete damit Eindruck. Es schneite Mitleidsstimmen, aber nur einmal. Im Nachhinein waren sich die Amerikaner einig, dass sie eine Art Andreas Möller (die Fufballerheulsuse) nicht so gerne wollen, da hilft auch kein noch so guter Trainer.

Jetzt ist Andreas Möller sozusagen in der Gunst der Fans gesunken, der Trainer entlassen (von Andreas Möller). Möller antwortete einmal auf die Frage, wo er in der nächsten Saison spiele: “Mailand oder Madrid, Hauptsache Italien”. Analog zu diesem Klassiker wird Clinton auf die Frage, was sie denn nach dem Ausscheiden aus dem Rennen machen würde antworten: “Ich werde nicht aufgeben und den nächsten Versuch starten. In Washington oder Bagdad – Hauptsache in Amerika!”

Wo liegt denn jetzt – um im Bild zu bleiben – der Unterschied zwischen Frau Clinton und Andreas Möller? Die Antwort: Andreas Möller war nicht gefährlich.

Bush ehrlicher als vermutet: Nur 935 mal gelogen

Januar 24, 2008 By: Michel Category: Ausland

Die Internetpräsenz der Tagesschau berichtet: “Vor dem Irak-Krieg 2003 hat die US-Regierung die Öffentlichkeit einer Studie zufolge getäuscht. 935 “unwahre Behauptungen” von Präsident Bush und seinen Mitarbeitern sind darin aufgelistet. Die Amerikaner seien unter falschen Vorzeichen in den Krieg gezogen.”

wirklichgutes.de hat diese Quelle nicht weiter recherchiert, sondern vertraut auf die Seriösität von tagesschau.de.

Trotzdem überrascht die Zahl als solche. Die Bush-Regierung soll nur 935 mal gelogen haben?

Wie atmen Rechtsextreme?

Januar 15, 2008 By: Michel Category: Ausland

Ab heute werden Tickets für die Fußball-Europameisterschaft verkauft. Wer es noch nicht weiß, die EM findet in der Schweiz und in Österreich statt. Vielleicht. Wer weiß schließlich, was bis dahin alles noch passiert. Denn eine blonde Spitzenkandidatin der FPÖ hat für neuen Sprengstoff gesorgt. Die FPÖ dort ist genauso rechtsextrem wie die NPD in Deutschland. Und auch genauso bescheuert. Den Propheten Mohammed nennt sie einen Kinderschänder. Diese Äußerung nehmen ihr viele Moslems übel.

Jetzt sind alle gespannt, wie entspannt die EM in Österreich wird und ob es irgendwelche Attentate gibt. Da nutzt es wohl auch nichts, dass man die FPÖ-Politikerin getrost als schwachsinnig bezeichnen kann. Mildernde Umstände werden ihr wohl nicht zugestanden. Erfreulicher Weise ermittelt bereits die österreichische Justiz wegen Volksverhetzung. Hoffentlich hat sie bis zur EM zu Ende ermittelt.

Biologisch ist das alles schwer zu erklären. Wie kann die “Spitzenkandidatin” der FPÖ eigentlich atmen? Ist dafür nicht ein Gehirn notwendig? Oder funktioniert die Atemfunktion auch dann, wenn das Gehirn im vergrößerten Zustand kleiner als eine Briefmarke ist?
Unsere Abbildung zeigt das Gehirn eines Rechtsextremen in 800-facher Vergrößerung.

China mischt sich ein

September 25, 2007 By: Michel Category: Ausland

China mischt sich in die inneren Angelegenheiten Deutschlands ein, indem der Empfang des Dalai Lama in Deutschland kritisiert wird. Offiziell heißt es, Deutschland mische sich in Chinas Angelegenheiten ein.

Aber, aber, liebe Chinesen, Besuche dieser Art sind im Gegensatz zu China etwas völlig normales. In Deutschland wird auch niemand von Staatswegen erschossen oder hingerichtet, zumindest nicht offiziell. In Deutschland werden auch die Menschenrechte geachtet. Und ob es Euch passt oder nicht: Unsere Angela empfängt, wen sie will, auch wenn Ihr dann verstört seid.