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Einzig seriöses, elektronisches Magazin zur Verbreitung von Nachrichten, Meinungen und Unverzichtbarem (EMVNMU), dem 50 Wörter-Krimi und (Vorsicht!) Satire.
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Archive for the ‘Geld’

Billiger tanken am Dienstagmorgen

März 31, 2010 By: Michel Category: Geld

Auf meinem Weg zur Arbeit fahre ich zuerst an einer freien Tankstelle vorbei. Drei Kilometer später an einer Shell-Tankstelle. Auf dem Rückweg abends das Ganze noch einmal in umgekehrter Reihenfolge. Jeder Weg ungefähr 220mal im Jahr. Und es bietet sich fast immer das gleiche Bild. Shell hebt den Preis extrem überteuert an, die freie Tankstelle zieht mit etwas Verzögerung nach, bleibt aber dennoch ein bis zwei Cent unter dem „Niveau“ von Shell. Manchmal zieht die freie Tankstelle aber auch nicht mit und ist dann den ganzen Tag völlig überlaufen, weil bei Shell nur noch Zigaretten gekauft werden. Für mich seht fest: Shell ist der größte Preistreiber. Es hat Tage gegeben, das wurde der Preis um satte zehn Cent angehoben. Das muss man sich mal vorstellen – zwanzig Pfennig…

Ich tanke schon seit Jahren nicht mehr bei Shell. Und auch nicht bei Aral, BP oder wie sie sonst noch alle heißen. Dabei geht es hauptsächlich ums Prinzip. Wenn drei Kilometer weiter eine freie Tankstelle ist, werde ich nicht bei diesen Preistreibern tanken. Als Nebeneffekt spare ich natürlich auch etwas Geld.

Wer die Tankstellen auf dem Weg zur Arbeit genau beobachtet, stellt folgendes fest: Der beste Tag zum Tanken ist entweder der Montagabend oder Dienstagmorgen. Anschließend ziehen die Preise wieder an, steigen kontinuierlich bis zum Wochenende. Bis sie Anfang der Woche wieder sinken.
Und auch in diesem Jahr vor den Ferien werden die Preise wieder erhöht. Und es liegt wieder am Ölpreis, oder am Euro oder an den Beschaffungskosten…

Durchschnittlicher Verdienst in Deutschland 2009

März 26, 2010 By: Michel Category: Geld

Nach Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) sind die Reallöhne vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer im Jahr 2009 gegenüber dem Vorjahr um 0,4% gesunken. Dabei blieben die Bruttomonatsverdienste im Jahr 2009 konstant, die Verbraucherpreise erhöhten sich um 0,4%. 2008 waren die Reallöhne noch um 0,4% (Bruttomonatsverdienste + 3,0%, Verbraucherpreise + 2,6%) gestiegen.
Bezogen auf das vierte Quartal 2009 sind die Reallöhne gegenüber dem vierten Quartal 2008 ebenfalls um durchschnittlich 0,4% (Bruttomonatsverdienste 0,0%, Verbraucherpreise + 0,4%) gesunken.

Die schwache Entwicklung der Bruttoverdienste im Jahr 2009 ist vor allem auf starke Einbrüche bei den häufig konjunkturabhängigen Sonderzahlungen zurückzuführen. Im Durchschnitt aller erfassten Wirtschaftszweige gingen die Sonderzahlungen im Vergleich zu 2008 um 6,2% zurück. Besonders hohe Verluste bei Sonderzahlungen mussten zum Beispiel Beschäftigte von Banken und Versicherungen mit 20,0% hinnehmen. In der Automobilindustrie sanken die Sonderzahlungen um 15,4%. Die Grundvergütung, also Bruttoverdienste ohne Sonderzahlungen, stieg dagegen um 1,2%.

Die Verdienstentwicklung war im Jahr 2009 geprägt von der Wirtschaftskrise, die sich deutlich am verbreiteten Einsatz von Kurzarbeit zeigte. Die bezahlte Wochenarbeitszeit im Produzierenden Gewerbe ging 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 3,8% zurück. Besonders stark betroffen war das Verarbeitende Gewerbe. Hier sank die bezahlte Arbeitszeit um 4,6% auf durchschnittlich 36,7 Wochenstunden. Als Resultat verringerte sich die monatliche Grundvergütung um 2,5%. Die Verdiensteinbußen wurden dabei zum Teil durch das staatliche Kurzarbeitergeld ausgeglichen. Diese Sozialleistung wird in dieser Statistik nicht berücksichtigt. Die Bruttostundenverdienste waren nicht von Kurzarbeit betroffen, sie stiegen im Verarbeitenden Gewerbe um 2,1% auf durchschnittlich 19,82 Euro.

Ein vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer verdiente im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich in Deutschland im Jahr 2009 durchschnittlich brutto 41 468 Euro.

Die höchsten Verdienste erzielten die Beschäftigten von Banken und Versicherungen (58 473 Euro) und in der Energieversorgung (58 316 Euro). Dagegen wurden die niedrigsten Bruttojahresverdienste im Gastgewerbe (23 636 Euro) gezahlt.

Die in dieser Pressemitteilung genannten Verdienstdaten werden aus der Vierteljährlichen Verdiensterhebung gewonnen. Um Aussagen über möglichst homogene Arbeitnehmergruppen zu tätigen, beschränkt sich die Berichterstattung hier auf Vollzeitbeschäftigte und schließt andere Arbeitnehmergruppen, wie zum Beispiel Teilzeit- und geringfügig Beschäftigte, aus.

Quelle: Pressemitteilung Nr.117 vom 25.03.2010 des Statistischen Bundesamtes

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Bundespräsident Horst Köhler und der Benzinpreis

März 23, 2010 By: Michel Category: Geld

Autos machen DreckEr weiß, was er tut. Unser Bundespräsident, Horst Köhler, provoziert Diskussionen. Genau das wollte er erreichen. Und genau das hat er geschafft. Dem Magazin „Focus“ sagte er in einem Interview: „ […] Wir sollten zum Beispiel darüber nachdenken, ob der Preis von Benzin nicht tendenziell höher als tendenziell niedriger sein sollte. Das Preissignal ist immer noch das stärkste Signal, damit Menschen ihr Verhalten ändern […].

Richtig lesen! Natürlich erntet Horst Köhler viel Kritik dafür. Der „Stern“ nennt es „mediale Schnellschüsse“. Über ebenso qualitativ hochwertige Kommentare der Zeitung mit den vielen bunten Bildern muss man gar nicht reden. Man kann es sich vorstellen, was dort geschrieben steht. Dabei hat Köhler nur gefragt.
Köhler hat kein Wort darüber verloren, den Benzinpreis zu erhöhen. Er hat zum Nachdenken angeregt. Leider ist es in den Medien immer noch sehr verbreitet, quer zu lesen, oder sogar Tatsachen zu verdrehen. Der Blog „Roadrunner“ schreibt beispielsweise: „[…] Und gerade jetzt kommt Horst Köhler mit seiner Forderung der Erhöhung der Benzinpreise […]“ Das stimmt einfach nicht. Hat er nicht. Er hat gesagt, dass wir über den Benzinpreis nachdenken sollen. Wenn er gesagt hätte: „Wir sollten über die Halbierung des Benzinpreises nachdenken“, wäre er bestimmt von den allermeisten gelobt worden. Allerdings würde ein derartiger Populismus wohl kaum von unserem Bundespräsidenten kommen.

Dann diskutiert auch! Über den Benzinpreis nachzudenken, ist eine gute Sache. Schon 1998 dachten die Grünen laut über den Benzinpreis nach (5 Mark…). Und wurden ausgebuht. Horst Köhler wärmt diese Diskussion jedoch nicht neu auf, sondern stellt zur Diskussion.
Wenn allerdings in Deutschland die Ausdrücke „Benzinpreis“ und „höher“ gemeinsam in einem Satz genannt werden, wird man nervös. Benzin ist für den Deutschen ein Stück Freiheit. Das will er sich nicht nehmen lassen. Und dann fängt unser Bundespräsident plötzlich eine Diskussion an. Und man könnte endlos darüber diskutieren. Beispielsweise darüber, dass die Reise von Frankfurt nach Berlin (Einzelperson) mit dem Flugzeug wesentlich billiger ist, als mit dem Auto. Man müsste darüber reden, dass das Flugzeug wesentlich mehr Dreck macht, als das Auto. Man müsste über die Beinahe-Monopolstellungen der Mineralölindustrie reden. Über den Ausbau des ÖPNV. Über diejenigen, die beruflich keinerlei Alternative zum PKW haben.
Der deutsche Autofahrer ist Kummer gewohnt. Hohe Spritpreise sowieso. Dass der Benzinpreis in den letzten Jahren so stark gestiegen ist, ist nicht alleine dem Ergebnis aus Angebot und Nachfrage zu verdanken. Er wurde durch die Regierung, durch die Ökosteuer, erheblich angehoben. Selbstverständlich herrscht auch heute noch eine riesige Aufregung darüber. Merkwürdig, dass es die Automobilindustrie im selben Zeitraum möglich machte, dass Autos weniger verbrauchen und weniger Schadstoffe ausstoßen…

Mit Geld fängt man… Meint der Herr Bundespräsident etwa, dass die Anhebung des Benzinpreises die Autoindustrie zum Umdenken zwingen würde? Und wäre das so schlimm? Meint er vielleicht, dass nur die Rede vom Umweltschutz zu wenig ist? Meint er vielleicht, dass Geld die (beinahe) einzige „Waffe“ zur Verteidigung der Umwelt ist?

Ich wünsche mir von unserem Bundespräsidenten viel mehr von diesen Denkanstößen.

Macht sich Schäuble strafbar?

Januar 30, 2010 By: Michel Category: Geld

Da hat jemand unserem Schäuble eine CD mit den Daten vieler böser Steuersünder angeboten. Man sagt, für den Preis von zweieinhalb Millionen Euro würden vielleicht hundert Millionen Steuereinnahmen fließen.
Mal abgesehen davon, dass manchen Mitmenschen das denuzieren anderer bei hohen Erträgen wenig schwer fällt, was doch irgendwie ekelerregend ist, ist es auch abartig, dass diejenigen, die schon genug Kohle haben, es noch illegal an der deutschen Steuer vorbei ins Ausland bringen müssen, um den Haufen noch dicker zu machen.
Beim Fall des Ex-Postchefs Zumwinkel hat unser Staat ja bereits illegal erworbene Daten illegal gekauft und schon überlegt unser Schäuble, ob er es diesmal auch macht.
Der Anbieter wird die Daten bestimmt nicht legal erworben haben. Er macht sich entweder des Diebstahls oder des Verstosses gegen den Datenschutz, vielleicht sogar wegen Einbruchs schuldig. Macht Schäuble sich dann nicht zum Hehler, wenn er diese illegal beschafften Daten kauft – von unserem Geld?

Kfz-Steuerreform – Das Prinzip Geldverbrennung

November 12, 2008 By: Michel Category: Geld

Meine Güte! Das wievielte Vorhaben zur Änderung der Kfz-Besteuerung in 2008 ist das eigentlich? Bereits im April kam ja der erste, ziemlich wirre Entwurf. Ob es jetzt wieder bei einem Entwurf bleibt?

Man wolle besonders umweltfreundliche Neuwagen eine kurze Zeit von der Steuer befreien, heißt es. Und schwupps, bevor man das überhaupt verstanden hat, wird schon die eigene Reform kritisiert und über Änderungen bei den Änderungen nachgedacht.

Irgendein schlauer Kopf nimmt den Steuerzahlern das Wort aus dem Mund. Wer sich denn wohl jetzt ein neues Auto kaufen würde, nur weil es für ein bis zwei Jahre um die 200 bis 300 Euro einspart. Aus dem Grund doch wohl niemand, oder? Da sollen also jetzt alle Käufer von umweltfreundlichen Neuwagen mit – sagen wir einmal – 300 Euro belohnt werden, bezahlt vom Steuerzahler. Der Neuwagenkäufer wird dieses Geschenk achselzuckend zur Kenntnis nehmen. Es wird nicht ins Gewicht fallen. Es wird nur dem Steuerzahler weggenommen und fehlt in der Staatskasse. Und in der Autoindustrie weiterhin auch. Wollte man wirklich damit die Autoindustrie unterstützen, ist es gar doppelt schlimm. Das mit den Händen zum Fenster heraus geworfene Geld ist nicht nur weg. Schlimmer ist, dass es den Autobauern und -Zulieferern immer noch fehlt. Es hat sich nichts geändert.

Halbherzige Konjunkturprogramme werden in der Luft verpuffen, man nennt es auch Geldverbrennung. Dem durchschnittlichen Steuerzahler fehlt es einfach an Geld im Geldbeutel. Und wenn es an Geld fehlt, wird sich der kühl rechnende Steuerzahler eben kein neues Auto kaufen, sondern sparen. Das, was ihn Monat für Monat belastet, was dafür sorgt, dass sich die Brieftasche exterm schnell leert, das gehört gesenkt oder abgeschafft. Die einfachste – und auch ökologisch am besten vertretbare – Lösung ist die Senkung der Einkommensteuer. Die müsste allerdings merkbar ausfallen. Zwanzig Euro mehr im Monat reichen da nicht. Wie wäre es denn mit einem Jahr Einkommensteuerfreiheit für Jahreseinkommen bis 50.000 Euro?

Tanken Sie doch woanders!

August 23, 2008 By: Michel Category: Geld

Es gibt tatsächlich noch Länder, in denen ein Liter Super mehr kostet, als in Deutschland. In mehr als 95% unserer Länderliste kostet es allerdings weniger. Falls Sie Deutschland in der Tabelle suchen: Platz 106 von 110. Interessant ist auch der Rang in den USA. Mit 0,70 Euro liegen die Amis im oberen Drittel der Tabelle, gehören also zu den TOP-40 der Billigen. Aber jammern können sie auf hohem Niveau, da sind sie noch besser, als die Deutschen.
Die Preise entsprechen in etwa dem Stand vom 24.06.2008 – auf einen Cent kommt es ja sowieso nicht an. Aber wenn Sie diesen Artikel in 10 Jahren lesen, werden Sie über die paradiesischen Preise damals 2008 schmunzeln.

1 Venezuela 0,05 €
2 Swasiland 0,10 €
3 Färöer 0,11 €
4 Saudi-Arabien 0,11 €
5 Libysch-Arabische Dschamahirija 0,14 €
6 Katar 0,15 €
7 Kuwait 0,18 €
8 Algerien 0,22 €
9 Äthiopien 0,24 €
10 Bolivien 0,25 €
11 Ägypten 0,27 €
12 Brunei Darussalam 0,27 €
13 Vereinigte Arabische Emirate 0,28 €
14 Trinidad und Tobago 0,33 €
15 Ecuador 0,36 €
16 Bahrain 0,43 €
17 Indonesien 0,46 €
18 Syrien 0,49 €
19 Grönland 0,50 €
20 Malaysia 0,53 €
21 Argentinien 0,55 €
22 Aserbaidschan 0,56 €
23 Mexiko 0,56 €
24 Kasachstan 0,58 €
25 Vietnam 0,59 €
26 Irak 0,60 €
27 Russische Föderation 0,64 €
28 Australien 0,68 €
29 Taiwan 0,69 €
30 Tunesien 0,69 €
31 Äquatorialguinea 0,70 €
32 USA 0,70 €
33 Weissrussland 0,71 €
34 Philippinen 0,72 €
35 Brasilien 0,74 €
36 Moldau 0,75 €
37 Armenien 0,78 €
38 Paraguay 0,78 €
39 Namibia 0,79 €
40 Südafrika 0,79 €
41 Gibraltar 0,82 €
42 Ukraine 0,82 €
43 Malawi 0,83 €
44 Kanada 0,86 €
45 Kolumbien 0,86 €
46 Amerikanisch Samoa 0,87 €
47 Dominikanische Republik 0,88 €
48 Georgien 0,89 €
49 Thailand 0,89 €
50 Aruba 0,92 €
51 Chile 0,94 €
52 Costa Rica 0,94 €
53 Mauritius 0,96 €
54 Neuseeland 0,98 €
55 Jordanien 0,99 €
56 Bosnien und Herzegowina 1,00 €
57 Singapur 1,01 €
58 Lettland 1,02 €
59 Sri Lanka 1,02 €
60 Israel 1,05 €
61 Malta 1,05 €
62 Japan 1,08 €
63 Uruguay 1,08 €
64 Rumänien 1,10 €
65 Salomonen 1,11 €
66 Andorra 1,12 €
67 Litauen 1,12 €
68 Niederländische Antillen 1,12 €
69 Senegal 1,12 €
70 Zypern 1,13 €
71 Estland 1,15 €
72 Kroatien 1,15 €
73 Spanien 1,15 €
74 Usbekistan 1,15 €
75 Griechenland 1,16 €
76 Mazedonien 1,16 €
77 Schweiz 1,19 €
78 Slowenien 1,19 €
79 Bulgarien 1,20 €
80 Albanien 1,23 €
81 Ungarn 1,23 €
82 Serbien und Montenegro 1,24 €
83 Slowakei 1,25 €
84 Hongkong 1,27 €
85 Irland 1,27 €
86 Luxemburg 1,27 €
87 Österreich 1,28 €
88 Tschechische Republik 1,28 €
89

Afghanistan
1,30 €
90

Polen
1,32 €
91 Fidschi 1,34 €
92 Martinique 1,35 €
93 Portugal 1,35 €
94 Tuvalu 1,35 €
95 Monaco 1,37 €
96 Island 1,40 €
97 Guadeloupe 1,42 €
98 Schweden 1,42 €
99 Belgien 1,43 €
100 Frankreich 1,44 €
101 Gabun 1,44 €
102 Reunion 1,44 €
103 England 1,47 €
104 Dänemark 1,50 €
105 Italien 1,50 €
106 Deutschland 1,51 €
107 Finnland 1,51 €
108 Niederlande 1,60 €
109 Norwegen 1,67 €
110 Türkei 1,73 €

Benzinpreis fällt, aber nicht lange. Wetten dass…?

Mai 13, 2008 By: Michel Category: Geld

Einen Tag nach Pfingsten sind heute die Benzinpreise wieder gefallen – um etwa 7 cent pro Liter. Der Grund ist offensichtlich, aber niemals würden die Mineralölkonzerne das zugeben. In der Woche vor Pfingsten stieg der Preis auf ein Rekordniveau.

Man war bemüht, die Preissteigerung mit fadenscheinigen Argumenten zu begründen. Wie immer, wenn Ostern, Pfingsten oder Schulferien vor der Tür stehen. Jetzt ist Pfingsten vorbei, das Benzin wird billiger. Aber bald beginnen ja die Sommerferien und dann geht es wieder bergauf. Wetten dass…?

Niemals schuldenfrei

Mai 07, 2008 By: Michel Category: Geld

In Zeiten, wo wir alle etwas mehr Geld hätten, sei es durch Steuersenkungen, vermiesen uns die Politiker wieder alles. Für Steuersenkungen ist kein Geld da, behaupten sie. Aber wann ist denn dafür Geld da?

Unser Staat ist ein bisschen verschuldet. Ungefähr 1,5 Billionen Euro sind es. Also 1.500.000.000.000,- Euro. Bemerkenswert an dieser Summe ist, dass sie nicht einmal theoretisch zurückgezahlt werden kann. Das glauben Sie nicht?

Denken wir uns die Zinsen einmal weg. Denken wir, jeden Euro den wir zurückzahlen, vermindere den Schuldenberg. Jetzt nehmen wir uns vor, jeden Tag eine Millionen Euro zurückzuzahlen. Okay, diese Zahl ist schon wahnwitzig. Wir stellen aber fest, dass es nicht ausreicht, denn wir müssten diese Aktion 1.500.000 mal durchführen, also 1.500.000 Tage täglich eine Millionen zurückzahlen. Das sind rund 4.110 Jahre. Viel zu lang. Also zahlen wir täglich zehn Millionen Euro zurück. Dann sind es nur noch 411 Jahre und wenn wir täglich hundert Millionen Euro zurückzahlen würden, wäre unser Schuldenberg etwa im Jahre 2050 abgebaut.

Die Sache hat nur den kleinen Haken, dass wir keine 100.000.000,- Euro täglich aufbringen können. Und dann ist da noch die Sache, dass unser Schuldenberg in Wirklichkeit ja täglich wächst, weil es in Wirklichkeit ja doch Zinsen gibt. Seit einer Ewigkeit schon zahlen wir nur Zinsen zurück. Und es wird sich nicht ändern.

Deutschland wird niemals schuldenfrei. Das ist die Wahrheit.

Huber will mehr Geld für alle

Mai 05, 2008 By: Michel Category: Geld

CSU-Chef Huber meint es gut mit uns und seiner Partei. Zugegeben, alles erinnert etwas an Helmut Kohl, der blühende Landschaften versprach. Aber was ist daran auszusetzen, wenn er zu dem Schluss kommt, dass alle zu wenig Geld in der Tasche haben und die Steuer Schuld daran ist?

Erwin Huber möchte der arbeitenden Bevölkerung zu mehr Nettoeinkommen verhelfen. Steuern runter, Kindergeld hoch, Kinderfreibetrag hoch, Pendlerpauschale wieder her, Grundfreibetrag hoch, Huber lebe hoch! Mehr Geld für alle!

CSU-Generalsekretärin Christine Harderthauer ist sogar davon überzeugt, dass das Steuerkonzept des CSU in Berlin auch umgesetzt wird. Und sauber gegenfinanziert ist alles sowieso, sagt Huber.

Nur schade, dass man die CSU nur in Bayern wählen kann. Ich wäre sofort dabei!

Werden 100.000.000.000 Euro Bußgeld verhängt?

Februar 28, 2008 By: Michel Category: Geld

“Liechtenstein-Affäre” nur Peanuts. Staat könnte 100.000.000.000 Euro Bußgelder verhängen. Die deutsche Sammelleidenschaft schlägt sich überall nieder, auch im Internet und in der Gesetzgebung und in der Kombination derer. Verfassungsschutz und andere Behörden sammeln Bußgelder und Daten über die Bürger, die Bürger sammeln Briefmarken und Münzen, Wackeldackel oder Fußballbilder, Kronkorken und Bußgeldbescheide. Die Deutsche Nationalbibliothek sammelt Bücher und u.a. die Inhalte aller deutschen Internetseiten. Neu ist das nicht, das “Gesetz über die Deutsche Nationalbibliothek” gibt es schon seit dem 22. Juni 2006. Als man noch ausschließlich Bücher sammelte, musste jeder Autor laut §§ 14, 15 DNBG ein Exemplar zwecks Archivierung abliefern.

Betreiber deutscher Websites müssen seit 2006 ebenfalls ihre Werke an die gesetzlich beauftragten Archivare übergeben und laufen, falls sie ihrer Pflicht nicht nachkommen Gefahr, nach §19.3 DNBG ein Bußgeld in Höhe bis zu 10.000 Euro zahlen zu müssen. In § 16 (Ablieferungsverfahren) heißt es: “Die Ablieferungspflichtigen haben die Medienwerke vollständig, in einwandfreiem, nicht befristet benutzbarem Zustand und zur dauerhaften Archivierung durch die Bibliothek geeignet unentgeltlich und auf eigene Kosten binnen einer Woche seit Beginn der Verbreitung oder der öffentlichen Zugänglichmachung an die Bibliothek oder der von dieser benannten Stelle abzuliefern.”

Jetzt kommt das Problem: Diese Website, die Sie gerade lesen, ändert sich in unregelmäßigen Abständen. Laut eben zitiertem Paragrafen müsste auch wirklichgutes.de spätestens jede Woche auf CD oder DVD gebrannt werden und der Deutschen Nationalbibliothek zugesandt werden. Wie aber könnte ich den “nicht befristet nutzbaren Zustand” gewährleisten, wo doch alle wissen, dass die Bierdeckelförmigen Silberscheiben nicht unendlich haltbar sind?

Wie viele Websites gibt es eigentlich in Deutschland, deren Betreiber ihre Betriebsstätte oder den Hauptwohnsitz in Deutschland haben? Wie viele dieser – sagen wir mal nur so als Beispiel – 10 Mio. Domains, also etwa 50 Milliarden Webseiten, werden tatsächlich jede Woche aufs Neue nach Frankfurt geschickt? Das wären ja alle 7 Tage etwa 15 Mio. CD oder DVD, im Jahr also fünfeinhalb Milliarden Silberscheiben… Der Einfachheit halber nehmen wir an, es handele sich um CD´s, dann wären dass im Jahr so viele Terrabyte, dass einem schwindelig wird.

Hoffentlich erwischt mich keiner, ich habe noch nie wöchentlich meine Webseite auf CD gebrannt und zur Deutschen Nationalbibliothek geschickt und ich wüsste auch gar nicht, wie ich den “nicht befristet nutzbaren Zustand”, also “unkaputtbar” gewährleisten sollte. Nimmt man nur die 12 Millionen .de – Domains, würden etwa hundert Milliarden Euro an Bußgeld zusammenkommen, die die Betreiber zahlen müssten. Der DNB fehlt aber die entscheidende DVD, nämlich die mit den Daten der Betreiber. Liest man DNB rückwärts, hat man jedoch eine Lösung gefunden, an diese Daten zu kommen. Die Bußgelder aus der “Liechtenstein-Affäre” werden Peanuts sein gegenüber den “DNB-Bußgeldern”.