Schulpflicht wiegt mehr als Glaubensfreiheit
Eine deutsche Familie hat jetzt in den USA politisches Asyl beantragt und erhalten. Die Begründung: Die Eltern wollen ihre Kinder nicht zur Schule schicken, weil sie sich in Deutschland religiös verfolgt fühlen.
Die Familie steht der evangelikalen Glaubensrichtung nahe. Diese nimmt das Evangelium weitgehend wörtlich und ist der Meinung, dass der Lehrplan gegen den christlichen Glauben verstößt. Deshalb wollten die Eltern ihre Kinder selber unterrichten, was aber in Deutschland aufgrund der Schulpflicht nicht möglich ist.
Vor Gericht hatte die Familie kein Erfolg. Die Kinder wurden daraufhin von der Polizei zwangsweise zur Schule gebracht. Somit blieb nur die Lösung, in die USA auszuwandern.
In Deutschland wird im Grundgesetz die Glaubensfreiheit garantiert. Anscheinend wird die Schulpflicht höher bewertet.



In der Tat, das ist ein Konflikt. Aber man kann ja wegen der Glaubensfreiheit auch nicht die Schulpflicht aufweichen.
1Es geht hier weniger um Schulpflicht gegen Glaubensfreiheit, sondern um den Schutz der Kinder. Schulpflicht wurde eingeführt um Kinderarbeit abzuschaffen und den Kindern ein Recht auf Bildung zu garantieren.
Ich bin auch durchaus der Meinung, dass man erwachsenen Menschen (Eltern), die das Evangelium weitgehend wörtlich nehmen, den Untericht ihrer Kinder nicht alleine überlassen darf.
2Besonders im zweiten Abasatz sind wir einer Meinung.
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